19.10.2019

Der Brustgurt warnt vor Demenz: Empa entwickelt Hightech-Messgerät

Die Empa in St. Gallen entwickelt ein Messsystem zur Früherkennung von Alzheimer. Damit betritt sie technologisches Neuland.

«Diese leichten Beeinträchtigungen des Gedächtnis und der Hirnleistung beeinflussen bei älteren Menschen auch die Motorik» sagt Simon Annaheim von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) in St. Gallen, die zum ETH-Bereich gehört. «Diese Menschen gehen langsamer, oder ihre Fähigkeit, gleichzeitig zu gehen und zu reden, ist eingeschränkt.»

Hier setzt die viermonatige, bisher intern finanzierte Studie der Empa und der Geriatrischen Klinik St. Gallen mit 85 Probanden aus der Region an. Ein neu entwickeltes tragbares Messsystem soll sehr frühe Anzeichen von leichten geistigen Beeinträchtigungen und Demenz, zum Beispiel die Alzheimerkrankheit, entdecken helfen. «Einmal entwickelt, könnte es in spezialisierten Gedächtniskliniken eingesetzt werden, bevor weitere aufwendige, teure und invasive Untersuchungen, zum Beispiel Entnahme von Blutproben oder Rückenmarkflüssigkeit sowie Gehirnuntersuchungen mit bildgebenden Verfahren zur Anwendung kommen», sagt der Forscher. «Wir suchen den Algorithmus für diese nichtinvasiven Messungen.»

Artikel im Tagblatt weiterlesen: 

www.tagblatt.ch/ostschweiz/der-brustgurt-warnt-vor-demenz-empa-entwickelt-hightech-gegen-demenz-ld.1161210